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Die Vorsokratiker

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Aus den Fragmenten der Milesier, Pythagoreer, des Heraklit, Parmenides, Empedokles, Anaxagoras, Leukipp und des Demokrit sowie aus Texten von Kepler, Nietzsche, Hegel und Kierkegaard.

Nicht nur die Vorsokratiker selbst, auch die – oftmals verborgenen – Wiedergänger ihrer Gedanken sollen in dieser Zusammenstellung zu Gehör kommen. Texte also z.B. von Johannes Kepler, Friedrich Nietzsche, Hölderlin und Kierkegaard sollen die weite Ausstrahlung des vorsokratischen Denkens durch die Zeiten erhellen. Das Auftauchen des städtischen vorsokratischen Denkens in einer »Achsenzeit« (Karl Jaspers) der menschlichen Geistesgeschichte bedeutet zunächst auch einen Fall in eine Heimatlosigkeit der menschlichen Existenz, den Verlust einer naiven Religion. Naturphilosophische Hypothesen, rationale Urprinzipien traten das erste Mal an die Stelle eines geschlossenen Weltbildes aus Mensch, Natur und ansprechbaren Göttern und warfen den Menschen in eine Weite der Eigenverantwortung, der er – bis heute – weitgehend zu entfliehen trachtet.

»Wenn Sonne und Mond und die Gestirne in solcher Menge und solcher Größe sich bewegen, sei es unmöglich, daß daraus nicht ein unvorstellbar lauter Schall entstehe. Da sie dies also voraussetzen und ebenso, daß die Geschwindigkeit infolge der jeweiligen Abstandsverhältnisse die rationalen Verhältnisse musikalischer Harmonien hätte, behaupten sie, der Klang der sich im Kreise bewegenden Gestirne sei ein harmonischer. Weil es freilich unverständlich erscheint, daß wir diesen Klang nicht hören, geben sie als Ursache davon an, es gebe diesen Klang schon unmittelbar von unserer Geburt an, so daß er sich nicht von einer ihm entgegengesetzten Stille abhebe.« (Pythagoras, ältere Pythagoreer)

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