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Peter Stein / Schillers Wallenstein

Peter Stein liest Schillers „Wallenstein“

 

Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein

 

Johann Christoph Friedrich von Schiller

 

In den Jahren 1798 und 1799 wurden die drei Teile des „Wallenstein“ an der soeben renovierten Schaubühne in Weimar uraufgeführt – und die Zuschauer waren begeistert. Schiller hatte ein in seiner Form einzigartiges Geschichtsdrama geschaffen und zugleich eine gewaltige Aufgabe als Historiker und Dramatiker übernommen.

Vorlage für seinen Protagonisten war der böhmische Feldherr Albrecht von Wallenstein, der im Dreißigjährigen Krieg auf Seiten des Kaisers gegen die protestantische Liga kämpfte. Wegen eigenmächtiger und geheimer Friedensbemühungen wurde er auf Befehl des Kaisers 1634 ermordet. Die Ursachen, die dieses tragische Ende bedingten, beschreibt Schiller als ein Netz aus Missverständnissen, Intrigen und Verrat.

Kein anderer als Peter Stein erscheint als geeignet, Schillers Kunstanstrengung zu entsprechen und den dramatischen Stoff durch seine impressive Lesung wiederaufleben zu lassen.

So schreibt Peter von Becker im „Tagesspiegel“ nach der Aufführung des „Wallenstein“ in Berlin (2007): „Man spürt, wie dieser Mann (Peter Stein) noch immer in Dichtungen hineinhorcht und sie auch vor dem geistigen Auge verräumlicht, mit einer gleichsam spirituellen Körperlichkeit füllt.“

Und weiter: „man erlebt im Kern (…) eine heute selten gewordene Konzentration: eine poetische Gedankendichte, die ohne aktualistische Zutaten hervorkehrt, was man im Theater über Krieg, Intrigen, Wankelmut, Loyalität und Verrat je erfahren kann. Peter Stein entdeckt den „Wallenstein“ im alten Gewand auch als Zeitstück.“

 


 

Peter Stein ist einer der bedeutendsten Schauspiel- und Opernregisseure Europas. Über München, Zürich und Bremen kam er 1970 nach Berlin, wo er fünfzehn Jahre die Schaubühne am Halleschen Ufer leitete. In der Folgezeit inszenierte er als freischaffender Gastregisseur Opern und Theaterstücke in seinem Regiestil größtmöglicher Werktreue – so Goethes Faust für die Expo 2000 in Hannover und in einer zehnstündigen Aufführung Schillers „Wallenstein“ mit dem Berliner Ensemble.

Bei dieser Aufführung entstand auch die Idee für das Hörbuch bzw. einer vollständigen Lesung des „Wallenstein“. Als nämlich an einem Abend der Hauptdarsteller Klaus Maria Brandauer aus Krankheitsgründen nicht auftreten konnte, trat Peter Stein selbst auf die Bühne, um Brandauers Text vorzulesen. Er hielt dabei das Textbuch in der Hand. Das Publikum war so begeistert, dass der Plan entstand, die Gesamtfassung als Hörbuch zu realisieren.

 

Ermöglicht wurde das Projekt von Dr. Regine Aldington, Chairman of the Friends of Germanic Studies der London University. Sie hatte nicht nur die Idee zu dem Projekt, sondern ermöglichte auch die Finanzierung. So begeisterte sie einen kleinen Freundeskreis, der sich für das Projekt interessiere und seine Umsetzung engagierte.

Unser Dank gilt auch den Mitarbeitern des Stadttheater Fürth, die vom 21. und 22. Oktober die Tonaufzeichnung der Lesung überaus herzlich und zuvorkommend unterstützten.



 

Peter Stein

 

Erscheint in Kürze:

Friedrich Schiller: Wallenstein. Ein dramatisches Gedicht. Ungekürzte Lesung von Peter Stein. 

 

6 CDs / 7 St. 9 Min. / 34,96 EUR

ISBN 978-3-942864-22-0
         
  1. Friedrich Schiller: Wallenstein. Ungekürzte Lesung von Peter Stein

    Friedrich Schiller: Wallenstein. Ungekürzte Lesung von Peter Stein

    6 CDs (429 Min.) in Stülpdeckelschachtel

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