Musik aus Peru

Nicht nur andine … Musik aus Peru


 

Der durchschnittliche Europäer assoziiert mit peruanischer Musik vor allem die Musik der Indianer, er denkt an Panflöten, gelegentlich auch an Harfen; in Erinnerung kommen einem da Gruppen von Musikern, denen man in den 70ern oft in den Fußgängerzonen von Großstädten begegnet ist. Vor allem spielten sie ewig wiederholend „El condor pasa“ – ein Lied, das zu Unrecht zum Symbol der peruanischen, der andinen Musik wurde. Sehr wenige von uns kennen den Ursprung des Liedes, aber es wurde zum Schlager, als das Duo Simon & Garfunkel es international herausbrachte.
„El condor pasa“: Panflöte, Harfe und dazu noch ein winziges Instrument namens Charango – damit waren alle Gemeinplätze für den Europäer bedient.


Asháninka: ein indigenes Volk im östlichen Peru

 

Peru wird unterteilt in drei völlig unterschiedliche Klimaregionen, und innerhalb dieser hat sich eine ganz unterschiedliche Musik entwickelt:

- Costa – die Küste

- Sierra – die Anden, das Hochland

- Selva – der Regenwald


Während die Costa am Humboldtstrom liegt, beginnt die trockenste Wüste der Erde, die Atacamá, an der Grenze zu Chile. In den Anden dagegen herrscht ein extrem raues Klima, vor allem in der Lima-Region. Hier lebten die aus Afrika verschleppten Sklaven und arbeiteten für den spanischen Patron. Sie entwickelten eine eigene Musik, die auf Elementen aus Afrika und Spanien basiert. In der Selva, der dichtbewachsenen und undurchdringlichen Region, wo die Flüsse von den Anden zum Amazonas fließen, entwickelten die Indianer eine Musik, die dem Klang der Natur folgte, verbunden mit rituellen Elementen, Imitationen von Tierstimmen und Urwaldgeräuschen.


Der Autor Krzysztof Wiernicki mit Octavio und Victoria Santa Cruz

 

In der Hauptstadt Lima ist die kreolische Musik verbreitet, der Vals Criollo ist das charakteristische Genre der Música Criolla. Für die Mehrheit der Peruaner ist es ein Symbol der nationalen Musik. Verbreitet in Peru ist auch die sogenannte Kunstmusik, und das schon seit der Kolonialzeit. Damals benutzten Missionare Musik als Mittel der Christianisierung der Indianer. Eine besonders wichtige Rolle spielt die Kathedrale von Lima für die Entwicklung der Barock-Musik. Religiöse und fürs Theater bestimmte Musik gelangte vor allem in Lima und Cusco (Sierra) zur Blüte. Die peruanische Oper beginnt zur selben Zeit, als in den Städten das Interesse an traditioneller peruanischer Musik, aber auch an urbaner Popmusik wächst. Was daraus heute geworden ist, erfahren Sie in Krzysztof Wiernickis in Kürze erscheinendem dritten Hörbuch der Reihe „Die Musik Südamerikas neu entdecken“: „Nicht nur andine … Musik aus Peru“.

 

IN VORBEREITUNG:  „Nicht nur andine … Musik aus Peru“. Ein Hörbuch von Krzysztof Wiernicki

 


 

 

 

Muliza

 

 

Musiker aus Cuzco / Acquarele aus dem „Codice Trujillo XVIII“

 

 

La danza de las tijeras

 

 

 

Andine Musik spielende Straßenmusikanten in Lima

 

 

 


 
     

   
     


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