Über uns

Der onomato Verlag

 

Zum Charakter

 

Ein Verlag als künstlerisches Projekt

An der Tradition der »auralen Überlieferung«anzuknüpfen, die Prägungen dieser Tradition für das Medium Hörbuch wieder aufzugreifen – das war zunächst die Intention bei der bibliophilen Editiondes onomato Verlags.

 

 

Die bibliophile Hörbuch-Edition

Die Hörbücher dieser Edition in handgefertigten bibliophilen Verpackungen sind zumeist jeweils in zwei Ausführungen erhältlich: in den aufwändigenSchmuckboxen und den etwas einfacheren örheften. Das Audio-Programm ist jeweils identisch. Die Volltextlesungen mit mehreren CDs in den Schmuckschachteln sind dabei für die Hörhefte auf einer mp3-CD zusammengefasst.

 

Angesichts des Überangebots von so etwas wie »Information« in einer gleichwohl zuletzt ratlosen, rastlos sämtliche Inhalte zersetzenden und sich weiter beschleunigenden Zeit (…) interessiert sich der onomato Verlag für weitgespanntere, übergreifende geistige Zusammenhänge aus den Themenum-feldern von Gedanken- und Glaubenswelten, die längerfristiger angelegt sind und kraft ihrer grundsätzlichen und damit lebendig wirkenden Bezüge zum Menschlichen im Kollektiven auch unterschwellig präsent bleiben und überdauern. (…) Deren Entwicklungen und Kreuzungspunkte, gewisse Figuren des freien, des weiterdenkenden, auch widersprechenden Geistes können für ernsthafter Fragende wichtige Markie-rungen sein, wenn nicht gar Orientierungen.
 (…)

Stimmen der Hervorbringer dieser Figuren und Denkströmungen sowie deren Übersprechenden vernehmbar zu machen bzw. auf ihre Aktualität, abgelöst von aller Zeitbedingtheit, zu befragen –- dafür bietet sich das moderne Medium Hörbuch/CD an, das ja, und hier schließt sich ein weiterer Kreis, eine Fortführung der Tradition des ältesten ist: mündlicher Überlieferung. Es ist der Hinweis von den großen Persönlichkeiten wie etwa Hannah Arendt und Walter Benjamin, an den wir mit unseren Editionen anknüpfen wollen: »Walter Benjamin wußte, daß Traditionsbruch und Autoritätsverlust irreperabel waren, und zog daraus den Schluß, neue Wege für den Umgang mit der Vergangenheit zu suchen. In diesem Umgang wurde er ein Meister, als er entdeckte, daß an die Stelle der Tradierbarkeit der Vergangenheit ihre Zitierbarkeit getreten war, an die Stelle ihrer Autorität die gespenstische Kraft, sich stückweise in der Gegenwart anzusiedeln ....« (Hannah Arendt)

 

In diesem Bild ist der Verlag wohl eher noch ein (soziales) Experiment als ein Wirtschaftsunternehmen; beinahe unbeab- sichtigt hervorgegangen aus einer Passion für die Dinge ... und nun verfolgen wir mit Interesse, was es auch für eine unternehmerische Kultur bedeuten mag, (erst einmal oder auf längere Sicht) mehr von den Dingen selbst auszugehen.
 

Hier entsteht, auch in der Nähe und Verbindung zum onomato Künstlerverein, eine Form, bei der die Mentalität des Wirtschaftens Teil der künstlerischen Ausprägung ist. Die Zusammenarbeit in der Verflechtung von Künstlergruppe, Familien-betrieb und Wahlverwandschaften mag in diesem Sinne als eine »soziale Plastik«, als künstlerisches Projekt verstanden werden.

 

Gegründet wurde der Verlag von Rainer Rabowski und Axel Grube im Jahr 1998 in einem kleinen Ladenlokal in Düsseldorf-Unterbilk.

 

 

 

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